München -
In Flüchtlingsunterkünften werden nach Angaben der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit immer mehr Kinder zwangsverheiratet. Vor allem bei Mädchen aus Syrien sei die Anzahl der Kinderehen stark gestiegen, teilte die Hilfsorganisation mit.
- wie die Politik ein ernsthaftes Problem in unverantwortlicher Weise zur Herausforderung umettikettiert und zur Chance schönredet.
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Sonntag, 15. Mai 2016
Freitag, 13. Mai 2016
Dienstag, 10. Mai 2016
Sexuelle Belästigung von Polizistinnen durch Asylbewerber
Polizistinnen beklagen bei Einsätzen in Flüchtlingsheimen sexuellen Belästigungen. Zwar sind in den Statistiken der Länder relativ wenige solcher Fälle erfasst, wie eine Recherche des ARD-Magazins FAKT ergab. Gewerkschaften gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus - also Fällen, in denen betroffene Beamtinnen sexuelle Belästigungen oder Übergriffe nicht in Einsatzberichten vermerken.
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sachsen, Hagen Husgen, sagte, er gehe davon aus, "dass sich viele Kolleginnen nicht trauen, etwas zu sagen".
Donnerstag, 5. Mai 2016
Muslime, Minarette, Islam: Wer oder was gehört zu Deutschland?
In Deutschland leben vier Millionen Muslime. Viele davon sind deutsche Staatsbürger. Gegen die Aussage, dass Muslime zu Deutschland gehören, lässt sich daher kaum argumentieren. Aber gehört deswegen auch der Islam zu Deutschland?
Über diese Frage wird seit sechs Jahren vor allem in konservativen Kreisen diskutiert.
Mittwoch, 4. Mai 2016
"Warten ist Elend pur"
Ex-Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, über Fehler bei der Integration
Wenn Flüchtlinge monatelang ohne Beschäftigung vor ihrer Unterkunft herumlungern, kann Deutschland nur verlieren, glaubt Heinrich Alt. Er verlangt einen Plan.
Was muss möglichst schnell passieren, damit Integration durch Arbeit besser klappt?
Wir müssen diese elend langen Asylverfahren verkürzen. Auf eine Zeit von maximal drei Monaten. Ein Asylbewerber muss wissen, ob er bleiben kann. Auch ein Arbeitgeber braucht diese Sicherheit. Ein bis zwei Jahre warten - das ist Elend pur. Das hält Menschen von Arbeit ab, erzeugt Frust, Schwarzarbeit und Kleinkriminalität. Wir brauchen eine Beschäftigung vom ersten Tag an, und seien es Betriebsbesichtigungen.
Integrations- und Sprachkurse allein bringen es nicht?
Dieser Ansatz - Lern erst mal ein halbes Jahr deutsch. Wir gucken hinterher, wofür das gut ist - der ist demotivierend für viele Flüchtlinge. Wir müssen nicht aus jedem, der kommt, einen Dichter und Denker machen. Integrationskurse haben im Moment nur eine Erfolgsquote von 30 Prozent. Unser klassisch-schulischer Ansatz funktioniert insbesondere bei einem Analphabeten überhaupt nicht. Der muss sofort in die Praxis, damit er weiß, wofür er Deutsch braucht.
Was gilt es zu tun?
Die geplanten 24 Erstaufnahmeeinrichtungen müssen so früh wie möglich Kompetenzen, Talente und Interessen von Flüchtlingen erfassen. Wir brauchen für jeden schnell einen Integrationsplan, der gemeinsam mit den Menschen erarbeitet wird. Und daran orientiert sich dann, gut vernetzt, jede Behörde und Hilfsinitiative. Und wir brauchen eine Wohnsitzauflage, damit sich Integration gleichmäßig auf das ganze Land verteilt.
Wo hakt es noch?
Wir müssen die arabische Mentalität kennen. Handwerk gilt zum Beispiel oft als minderwertig. Wir müssen klar machen, was duale Ausbildung bei uns bedeutet, damit Zuwanderer unser Handwerk wertschätzen.
Wir dürfen Flüchtlingen Selbstständigkeit nicht per se verbieten. Viele Zuwanderer haben kaufmännische Talente, allerdings kein Diplom. Wir sollten deshalb auch über Gründungsförderung nachdenken.
Wir müssen auch weg von abstrakten Prüfungen, wenn einfache Jobs oder Zeitarbeit vergeben werden. Inländer sollen nicht unter Zuwanderung leiden. Aber wenn ein Arbeitgeber einen Flüchtling kennt und einstellen will, dann sollte er ihn nach einer kurzen und konkreten Prüfung, ob sich ein Inländer findet, auch kriegen. (dpa)
ZENTRALE ERGEBNISSE DES SOZIALBERICHTS "DATENREPORT 2016"
Das Statistische Bundesamt, die Bundeszentrale für politische Bildung sowie das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung haben gestern in Berlin den "Datenreport 2016 - ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland" vorgestellt.
Altersstruktur: Migranten sind im Schnitt mit 35,4 Jahren deutlich jünger als Menschen ohne Migrationshintergrund (46,8 Jahre).
Berufsqualifikation: 35 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund haben keinen berufsqualifizierenden Abschluss (ohne Migrationshintergrund: neun Prozent).
Erwerbstätigkeit: 65 Prozent der 15- bis 64-Jährigen mit Migrationshintergrund sind erwerbstätig (ohne Migrationshintergrund: 76 Prozent).
Einkommen: Der monatliche Nettoverdienst von Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei durchschnittlich rund 2001 Euro (ohne Migrationshintergrund 234 Euro mehr). Menschen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten verdienen im Schnitt 1789 Euro, Menschen aus den EU-15-Staaten 2860 Euro. Der Gehaltsunterschied zwischen einem niedrigen und einem mittleren Bildungsabschluss beträgt bei Migranten 272 Euro (ohne Migrationshintergrund: 311 Euro), zwischen einem mittleren und hohen Bildungsabschluss rund 683 Euro (ohne Migrationshintergrund: 963 Euro).
Gesundheit: Migranten ab einem Alter von 45 Jahren sind häufiger krank als die Mehrheitsbevölkerung, ältere Migrantinnen häufiger stark übergewichtig. Vor allem türkischstämmige Menschen leiden in der zweiten Lebenshälfte häufiger unter körperlichen Schmerzen.
Zufriedenheit: Migranten sind mit ihrem Leben insgesamt zufriedener als die Mehrheitsbevölkerung. Für die Zukunft erwarten Migranten eine Lebenszufriedenheit von 7,6 auf einer Skala bis zehn (ohne Migrationshintergrund liegt der Wert bei rund sieben). Menschen der zweiten Migranten-Generation gaben einen Zufriedenheitswert von 8,3 an (jüngere Menschen ohne Migrationshintergrund: 8).
Salafisten werben Flüchtlinge an
BERLIN. Salafistische Gruppen werben gezielt nach Deutschland gekommene Flüchtlinge an. Wie das Bundesinnenministerium unserer Zeitung bestätigte, "liegen den Bundesbehörden bislang gesicherte Erkenntnisse zu rund 300 islamistischen Kontaktaufnahmen oder Kontaktaufnahmeversuchen zu Flüchtlingen vor".
Die Zahl bezieht sich dabei allein auf den Zeitraum seit September 2015.
Montag, 2. Mai 2016
Berliner Wende
BERLIN/MÜNCHEN. Wie schnell sich die Zeiten ändern: Wohl kein deutscher Politiker symbolisiert den Schlingerkurs der Regierung in der Flüchtlingskrise so sehr wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Vor knapp vier Wochen gab der CDU-Mann angesichts des abebbenden Flüchtlingsandrangs fast schon Entwarnung: "Wenn die Zahlen so niedrig bleiben, würden wir über den 12. Mai hinaus keine Verlängerung der Grenzkontrollen durchführen." Nun also die Wende: Die Lage bleibt ernst, und Deutschland macht "mit Sorge" Druck für weitere Kontrollen bis Mitte November.
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