BERLIN. Engere Kooperation bei Abschiebungen, stärkere Unterstützung für freiwillige Rückkehrer: Bei ihrem Treffen in Berlin haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der tunesische Premierminister Youssef Chahed Eckpunkte vereinbart, um mehr abgelehnte Asylbewerber nach Tunesien zurückschicken zu können. Merkel sagte, im Gespräch sei ein neuer Ansatz, der die freiwillige Rückkehr durch Bildungsangebote und Starthilfe attraktiv machen soll. Auffanglager, vor denen Flüchtlingsorganisationen gewarnt hatten, soll es nicht geben.
- wie die Politik ein ernsthaftes Problem in unverantwortlicher Weise zur Herausforderung umettikettiert und zur Chance schönredet.
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Mittwoch, 15. Februar 2017
Donnerstag, 14. April 2016
Das Warten macht Menschen mürbe
Waldbröl. Auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist Kornelia Wagener nicht gut zu sprechen. "Die sind vollkommen unorganisiert", schimpfte die für Asylangelegenheiten zuständige Mitarbeiterin der Stadt Waldbröl, als es in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses "um die aktuelle Entwicklung" ging. Als eines von vielen Beispielen nannte sie einen jungen Mann, der seit Oktober vorigen Jahres hochoffiziell als Flüchtling anerkannt, aber bei keiner Stelle registriert sei.
Montag, 1. Februar 2016
Merkels neue Töne
BERLIN/NEUBRANDENBURG. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich an die Proteste gegen ihre Flüchtlingspolitik inzwischen gewöhnt. Als sie am Samstag am Tagungsort des CDU-Landesparteitags im mecklenburgischen Neubrandenburg eintrifft, wird sie wieder einmal von 200 Anhängern der AfD mit Pfiffen und "Volksverräter"-Rufen empfangen. Von solchen Protesten hat sie sich in den letzten Monaten nicht ansatzweise beeindrucken lassen. Auch nicht von der harschen Kritik der Schwesterpartei CSU und ihres Vorsitzenden Horst Seehofer.
Dennoch schlägt sie an diesem Samstag in Neubrandenburg in ihrer Rede beim Thema Flüchtlingskrise einen Ton an, den man so von ihr nicht kennt.
Samstag, 30. Januar 2016
Merkel setzt auf Rückkehr vieler Flüchtlinge nach Kriegsende
Neubrandenburg. Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet mittelfristig mit einer Rückkehr vieler Flüchtlinge in deren Heimatländer. „Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, dass Ihr auch wieder, mit dem Wissen, was Ihr jetzt bei uns bekommen habt, in Eure Heimat zurückgeht,“ sagte Merkel am Samstag in Neubrandenburg auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommerns.
Freitag, 15. Januar 2016
Flucht in die Heimat - Iraker wollen weg aus Deutschland
Berlin. Vor sechs Monaten floh Thamer Talip zu Fuß und per Schlauchboot aus dem Irak nach Deutschland. Heute fliegt er zurück.
"Wollen Sie wiederkommen nach Deutschland?", fragt ihn ein Polizist am Berliner Flughafen Tegel auf Englisch. "Nein", lautet die klare Antwort.
Mit ein paar Freunden steht der junge Mann vor Schalter C60 - hier findet der Check-In für eine Maschine statt, die nach Erbil startet und dann weiter nach Bagdad fliegt.
Fast ausschließlich Männer warten hier, darunter Dutzende irakische Flüchtlinge. Ein Mitarbeiter der Iraqi Airways schlängelt sich hektisch zwischen den Menschen durch.
Immer wieder reichen ihm Männer 500-Euro-Scheine. Sie kaufen sich auf den letzten Drücker ihre Tickets für die Rückkehr in die Heimat - für 295 Euro.
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