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Donnerstag, 10. März 2016

"Missachtung der menschlichen Würde"

IDOMENI. Lachende Kinder mit strahlenden Augen - solche Momente gibt es im elenden Flüchtlingscamp Idomeni, wenn die "Rebel-Clowns" (Pallasos en Rebeldía) auftauchen. Sofort scharen sich dann Kinder jeden Alters um die drei Spaßmacher aus Spanien. Da knallen Konfetti-Pistolen, wirbeln bunte Keulen durch die Luft, werden Grimassen geschnitten, und wer Glück hat, ergattert eine schnell geknotete, witzige Luftballon-Figur. "Die Kinder sind letztlich auf dem ganzen Planeten gleich", sagt einer der drei, der sich "Peter Punk" nennt. "Sie wollen spielen, sie wollen lachen." Die "Rebel-Clowns" treten deshalb dort auf, wo Kinder sonst nichts zu lachen haben: im palästinensischen Westjordanland, in Konfliktregionen Lateinamerikas und jetzt eben im nordgriechischen Idomeni.

Freitag, 12. Februar 2016

Auf einsamem Posten

Duisburg. Markus Müller hat die Frühschicht gerade hinter sich gebracht, aber Entspannung stellt sich nicht ein. Sein Blick ist direkt und standhaft, ganz so, als würde man in zwei Taschenlampen schauen. Breite Schultern, Haare kurz rasiert, 120-prozentige Aufmerksamkeit. Eine Ausstrahlung, die sagt: "Mach' bloß keinen Scheiß!" Müller, 47 Jahre alt, arbeitet als Polizist in Duisburg-Marxloh, jenem Stadtteil, der es regelmäßig ohne Mühe in die Schlagzeilen schafft. Weil hier mal jemand auf offener Straße erstochen wird. Oder in einer Trinkhalle ein florierender Drogenhandel ausgehoben wird. Oder im Sommer auf der Hauptstraße 200 Menschen mit Migrationshintergrund aufeinander einprügeln. Wegen einer Nichtigkeit, eines falschen Blicks oder der "Familienehre".

Samstag, 10. Oktober 2015

BAV bringt Flüchtlingen in Wipperfürth Abfallsortierung nahe

Wipperfürth. Speziell für Asylbewerber organisierte der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) einen Überblick über das hiesige Mülltrennungs- und Recyclingsystem. Das Interesse an der Veranstaltung mit dem Titel „Abfallsortierung made in Germany“ war groß. Der Auftaktveranstaltung im gut besuchten Pfarrheim von St. Nikolaus sollen Fortsetzungen in allen bergischen Kommunen folgen.