Stuttgart. Großes Gejammer bei den "Berufsbetroffenen"! Bei ihren Ermittlungen zur Stuttgarter Krawallnacht nimmt die Polizei auch das Umfeld der Verdächtigen und deren familiären Hintergrund unter die Lupe - und löst damit bundesweit heftige Kritik aus.
Die Polizei bestätigte, dass sie bei ihren Ermittlungen in Einzelfällen bei Standesämtern nachforscht, welche Nationalität die Eltern von Tatverdächtigen haben. Es gehe darum, weitere Täter zu identifizieren sowie die Lebens- und Familienverhältnisse der bereits bekannten Verdächtigen umfassend festzustellen, erklärte das Polizeipräsidium. Dies als „Stammbaumforschung” zu bezeichnen, sei aber nicht korrekt.
Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) verteidigte das Vorgehen als Selbstverständlichkeit in einem Strafverfahren. „Der Begriff „Stammbaumforschung” ist da fehl am Platze”, sagte Strobl. „Unsere Polizei arbeitet professionell und korrekt.”
- wie die Politik ein ernsthaftes Problem in unverantwortlicher Weise zur Herausforderung umettikettiert und zur Chance schönredet.
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Sonntag, 12. Juli 2020
Mittwoch, 8. Juli 2020
Köln ist "bunt" - Kriminelle Migranten greifen Fernsehteam an
Köln. Ein Team des Fernsehsenders RTL ist bei Recherchen in Ostheim von mehreren Personen angegriffen worden. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagmittag auf der Rastatter Straße, wie die Polizei mitteilte. Zunächst sei der Kleinbus des RTL-Teams durch ein Auto am Wegfahren gehindert worden. Danach sollen eine 28 Jahre alte Frau und ein 25 Jahre alter Mann aus dem Wagen ausgestiegen sein, die das Fahrzeug des Senders mit Schlägen und Tritten beschädigt haben sollen. „Wir gehen von einer gezielten Aktion aus“, sagte ein Polizeisprecher der Rundschau.
Die Angreifer seien in einer Sackgasse schreiend auf den Wagen zugelaufen und hätten auf den Wagen eingeschlagen. Seitenspiegel, Beifahrertür und andere Bereiche des Wagens seien beschädigt. Verletzte gab es nicht. Es wurden Anzeigen wegen Nötigung im Straßenverkehr, Beleidigung und Sachbeschädigung geschrieben.
Angriff in Zusammenhang mit Durchsuchungen
Nach ersten Erkenntnissen soll der Angriff mit einem Fall zu tun haben, in dem es am 24. Juni Durchsuchungen der Polizei gegeben hatte. Fahnder gingen in Deutschland und Frankreich gegen eine mutmaßliche familiär verbundene Einbrecherbande vor. Die Mitglieder sollen den damaligen Angaben zufolge zu einer aus dem Ex-Jugoslawien stammenden Großfamilie gehören, die in Köln ansässig ist. Ein Teil der Gruppe soll vorwiegend Senioren mit Einbrüchen um ihre Ersparnisse gebracht haben.
Die Polizei rechnet die beiden mutmaßlichen Angreifer des RTL-Teams nun dem Umfeld der Personen zu, die damals Adressaten der Durchsuchungen waren. Ein RTL-Sprecher bestätigte, dass das Team zum Thema der Durchsuchungen im Juni recherchiert habe. „Wir sind erleichtert, dass über die Sachbeschädigung hinaus niemand verletzt wurde“, erklärte er. „Wir werden den Vorfall in unseren Sendungen thematisieren.“
Cottbus ist "bunt" - Streit unter Bekannten: Syrer in Cottbus lebensbedrohlich verletzt
Cottbus. Ein 35-Jähriger ist mit lebensbedrohlichen Verletzungen in der Nacht zu Montag in Cottbus gefunden worden. Der Syrer ist laut ersten Ermittlungen der Polizei wohl von einem 40-jährigen Landsmann angegriffen worden.
Der 40-Jährige wurde vorläufig festgenommen, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Süd, Ines Filohn.
Die Hintergründe der Auseinandersetzung unter den Bekannten seien noch unklar. Die Kriminalpolizei befrage jetzt mit Hilfe von Dolmetschern den Tatverdächtigen und Zeugen. (dpa)
München ist "bunt" - Skandal um gefälschte Deutsch-Tests für Ausländer: Bande kassierte bis zu 5000 Euro
Eine kriminelle Gruppe um den 36-jährigen Kosovaren Isuf G. soll über Jahre hinweg Sprachprüfungen für Ausländer absolviert haben, die kein Wort Deutsch konnten. Damit verhalfen sie ihnen zu unbefristeten Aufenthaltstiteln und sogar Einbürgerungen. Um die Sprachtester zu täuschen, reichte ein überklebtes Foto im Ausweis.
Sollten die Vorwürfe der Münchner Staatsanwaltschaft stimmen, müssten bei deutschen Behörden alle Warnsignale auf Rot springen. Hauptsächlich bei solchen Institutionen, die sich mit Fragen rund um das Bleiberecht für Ausländer befassen. Denn offenbar ist das bestehende System zur Vergabe von Aufenthaltstiteln äußerst betrugsanfällig.
Es steht der Verdacht im Raum, dass Menschen insbesondere aus dem Kosovo und dem Irak Aufenthaltserlaubnisse für Deutschland bekamen oder sogar eingebürgert wurden, obwohl sie nicht die nötigen Voraussetzungen erfüllten. Dabei profitierten sie offenbar davon, dass die entscheidenden Stellen plumpe Ausweis-Fälschungen nicht erkannten.
Montag, 6. Juli 2020
Montag, 29. Juni 2020
Morsbach ist "bunt" - Mit Waffen bedroht und ausgeraubt
Morsbach. Am späten Sonntagabend, kurz vor Mitternacht, wurden ein 29-jähriger Morsbacher und seine zwei Besucher, 22 und 27 Jahre, in seiner Wohnung von Unbekannten angegriffen, bedroht und ausgeraubt. Die Polizei teilt mit, dass eine Gruppe von fünf männlichen maskierten Tätern gegen 23:40 Uhr an der Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus in der Straße "Hinter der Kirchstraße“ klopfte.
Nachdem ihnen die Tür geöffnet wurde, bedrohten sie die Anwesenden mit einer Schusswaffe, einem Schlagstock und zwei Messern. Mit gezogener Waffe forderten sie die Herausgabe von Bargeld und Handys und stahlen außerdem noch Kopfhörer und eine Geldbörse. Der Wohnungsinhaber wurde bei einem Hieb mit dem Schlagstock leicht verletzt.
Laut Polizei flüchteten sie über die Straße "An der Seelhardt" in Richtung Krottorferstraße. Bei der Fahndung wurden die geraubten Handys in Tatortnähe in einem Gebüsch gefunden.
Bei den Tätern soll es sich um männliche Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren gehandelt haben. Laut Mitteilung waren alle Unbekannten etwa 1,60 bis 1,70 Meter groß, schlank, mit einem dunkleren, südländischen Teint. Die Täter waren mit einem Stofftuch maskiert, drei Personen trugen eine Base-Cap.
Dienstag, 23. Juni 2020
Hagen ist "bunt" - Mädchen (4) von Auto erfasst: Tumult mit 80 Personen und Ärger im Krankenhaus
Hagen - Ein tragischer Verkehrsunfall, bei dem ein vierjähriges Mädchen schwer verletzt wurde, hat am Sonntag (21. Juni) in Hagen schwere Tumulte unter Angehörigen beider Beteiligten und damit einen massiven Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei Hagen am Montagmorgen mitteilt, war das kleine Kind am Sonntagnachmittag gegen 16.30 Uhr auf der Taubenstraße im Stadtteil Wehringhausen vom Auto eines 19-Jährigen erfasst worden, als zwischen zwei geparkten Fahrzeugen auf die Straße gelaufen war. [...]
Der Hagener Stadtteil Wehringhausen, der zwischen der Innenstadt sowie den Stadtteilen Haspe und Kuhlerkamp liegt, gilt als sozialer Brennpunkt mit einem überdurchschnittlich hohen Ausländeranteil an der Bevölkerung von mehr als 30 Prozent. Hier leben rund 16.000 Menschen.
Unweit des aktuellen Einsatzortes Taubenstraße liegt die Wehringhauser Straße, die in die Schlagzeilen geraten war, als sich Bewohner von großen Mehrfamilienhäusern nicht an die corona-bedingte Quarantäne gehalten hatten. Schließlich musste die Polizei die Einhaltung überwachen.
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